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Mobility & Bauwesen · 1 Min Lesezeit

Großbatterien am Netzverknüpfungspunkt: Das neue Geschäftsmodell der Stadtwerke

Batteriespeicher entwickeln sich vom Forschungsthema zum Investitionsobjekt. Der Standort am Netzknoten entscheidet über die Wirtschaftlichkeit.

MB
Maik Boche
Chefredakteur

Batteriespeicher im Megawattbereich sind in den vergangenen Jahren von der Demonstrationsanlage zum Investitionsobjekt geworden. Gefallene Speicherkosten, volatile Spotpreise und der Bedarf an schneller Regelleistung treffen zusammen — und machen den Großspeicher für Stadtwerke und Projektierer wirtschaftlich interessant.

Mehrere Erlösquellen statt einer

Tragfähig wird ein Speicher selten über eine einzige Anwendung. Üblich ist die Kombination: Handel auf dem Spotmarkt — günstig laden in den Mittagsstunden, teuer einspeisen am Abend —, Erlöse aus dem Regelleistungsmarkt und, je nach Standort, die Vermeidung von Netzengpässen. Diese Mehrfachnutzung verteilt das Risiko über verschiedene Märkte.

Der Standort entscheidet

Den größten Hebel bildet der Netzverknüpfungspunkt. Ein freier Anschluss an einem geeigneten Umspannwerk ist heute oft knapper als das Kapital für die Batterie selbst. Stadtwerke haben hier einen strukturellen Vorteil: Sie kennen ihr Netz, verfügen über Flächen und können Anschluss und Betrieb aus einer Hand denken.

Worauf es ankommt

Vor der Investition stehen eine belastbare Standortanalyse, die Klärung der Anschlusskapazität und ein Erlösmodell, das mehrere Märkte realistisch zusammenführt. Wer diese drei Punkte sauber durchrechnet — und die Spotpreis-Spreizung im Blick behält —, hat die Grundlage für ein tragfähiges Geschäftsmodell.