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Mobility & Bauwesen · 2 Min Lesezeit

Kölner Rhein-Wärmepumpe: 280-Mio.-Projekt für 50.000 Haushalte

Köln baut Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe: Die 150-MW-Anlage am Rhein soll ab 2028 rund 50.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen und kostet 280 Millionen Euro, wovon Bund und EU rund 100 Millionen Euro fördern (Quellen: WDR, Focus, windbranche.de).

Flusswasser-Wärmepumpe in Köln: 280-Millionen-Euro-Projekt soll 50.000 Haushalte mit Wärme versorgen

In Köln-Niehl ist der Grundstein für die nach aktuellen Planungen größte Flusswasser-Wärmepumpe Europas gelegt worden. Der Energieversorger Rhein Energie baut die Anlage gemeinsam mit MAN Energy Solutions am Erzeugungsstandort Köln-Niehl direkt am Rhein. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich laut Liefervertrag auf 280 Millionen Euro, von denen rund 100 Millionen Euro durch den Bund und die Europäische Union gefördert werden.

So funktioniert die Anlage

Das Prinzip ist vergleichsweise einfach erklärt: Rheinwasser wird gefiltert, und die darin enthaltene Wärme wird auf das Kältemittel Ammoniak übertragen. Dieses wird anschließend verdichtet und elektrisch erhitzt. Das Funktionsprinzip entspricht dabei dem eines umgekehrten Kühlschranks, der Wärme nicht nach außen abgibt, sondern von außen aufnimmt und nach innen, in diesem Fall in die Fernwärmeleitungen, weiterleitet. Die geplante Wärmeleistung der Großanlage beträgt 150 Megawatt (MW).

Was das für Verbraucher bedeutet

1. Reichweite im Stadtgebiet: Bis zu 50.000 Kölner Haushalte sollen über das bestehende Fernwärmenetz der Rhein Energie versorgt werden können. Die Wärme soll laut Rhein Energie bis in die Kölner Innenstadt gelangen.

2. Mieter eingeschlossen: Laut Rhein Energie sollen auch Mieterinnen und Mieter von der neuen Anlage profitieren können, da die Wärme über das Fernwärmenetz und nicht über individuelle Geräte in den Wohnungen bereitgestellt wird. Ein Eigentümerwechsel oder ein Umbau der eigenen Heizung ist dafür nicht zwingend erforderlich.

3. Inbetriebnahme nicht vor 2027/2028: Rhein Energie und MAN Energy Solutions nennen in ihren Angaben das Jahr 2027 als angestrebten Starttermin; andere Berichte nennen 2028. Verbraucher sollten bis dahin keine Veränderung in ihrer Wärmeversorgung erwarten.

4. Dekarbonisierung der Fernwärme: Die Anlage gilt intern als "Startpunkt für eine nachhaltige und dekarbonisierte Fernwärmeversorgung in Köln" (Rhein Energie). Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bezeichnete das Projekt beim Besuch in Köln als bundesweit vorbildhaft und wies zugleich darauf hin: "Die Wärmewende ist ungleich komplexer und kapitalintensiver als die Energiewende."

Einordnung: Leuchtturm mit offenem Ausgang

Das Projekt wird in der deutschen Energiewirtschaft als Leuchtturmprojekt eingestuft. Viele Städte beobachten den Verlauf, weil sie hoffen, durch ähnliche Flusswasser-Wärmepumpen künftig einen wesentlichen Teil ihrer kommunalen Wärmeversorgung abdecken zu können. Ob und in welchem Umfang sich das Modell auf andere Standorte übertragen lässt, hängt von lokalen Gegebenheiten wie Wasserführung, Netzinfrastruktur und verfügbarer Förderung ab. Belastbare Aussagen über Wärmepreise für Endverbraucher liegen derzeit nicht vor.

Für Haushalte, die sich generell mit den Möglichkeiten der Wärmepumpe oder mit erneuerbaren Energien für Eigenheime befassen, bleibt das Kölner Projekt vorerst ein kommunales Infrastrukturvorhaben ohne direkte Handlungsrelevanz auf Bundesebene.


Quellen


Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.